Gesetzliche Grundlagen           

Anlass

Die novellierte Trinkwasserverordnung vom 1. November 2011 schreibt für die Untersuchung von Legionellen in Trinkwasser‐Installationen von Gebäuden die Probennahme gemäß DIN EN ISO 19458 vor.

§13 Anzeigepflicht
Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage, in der sich eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung nach der Definition der allgemein anerkannten Regeln der Technik befindet, haben, sofern aus dieser Trinkwasser im Rahmen einer öffentlichen oder gewerblichen Tätigkeit abgegeben wird, den Bestand unverzüglich dem Gesundheitsamt anzuzeigen.

§14 Untersuchungspflicht
Gemäß Trinkwasserverordnung § 14 Abs. 3 hat der Betreiber von Trinkwasser‐Installationen in Gebäuden bei gewerblicher oder öffentlicher Tätigkeit für Probennahmestellen gemäß der allgemein anerkannten Regeln der Technik zu sorgen. Die Trinkwasserverordnung schreibt eine jährliche Probennahme gemäß DIN EN ISO 19458 vor. Daher ist eine Desinfektion der Probennahmearmatur erforderlich. Bei der Installation und bei der Auswahl von Probennahmearmaturen sind abflammbare Ausführungen zu bevorzugen.

§15 Untersuchung
Die Untersuchung erfolgt gemäß Trinkwasserverordnung § 15 Abs. 4 durch akkreditierte und von den zuständigen Landesbehörden gelistete Laboratorien. Die Trinkwasserverordnung schreibt als Untersuchungsmethode ISO 11731x sowie DIN EN ISO 117312 vor. Auch ein negatives Ergebnis muss der Eigentümer dem Gesundheitsamt innerhalb von 14 Tagen nach der Probenentnahme mitteilen.

§16 Anzeige- und Handlungspflicht
Gemäß Trinkwasserverordnung § 16 Abs. 1 Nr. 1 muss der Unternehmer oder sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage dem Gesundheitsamt unverzüglich anzeigen, wenn der technische Maßnahmenwert von 100 KBE Legionellen pro 100 Milliliter erreicht oder überschritten ist. Eine erneute Prüfung ist nach Einleitung der erforderlichen Maßnahmen durchzuführen. Das Original ist vom Zeitpunkt der Untersuchung an mindestens zehn Jahre lang verfügbar zu halten.

§21 Informationspflicht
Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage haben den betroffenen Verbrauchern mindestens jährlich geeignetes und aktuelles Informationsmaterial über die Qualität des bereitgestellten Trinkwassers zu übermitteln. Vom 1. Dezember 2013 an müssen Vermieter Mieter über vorhandene Bleileitungen im Haus informieren.

Nächste Woche gibts Teil 2