Strenge Auflagen für alte Holzöfen

Wichtige Informationen für Anlagenbetreiber:

Da alte Holzheizkessel und Holzkaminöfen viel Feinstaub ausstoßen, sind am 1. Januar 2015 die neuen Grenzwerte für die Staub- und Kohlenmonoxidemissionen in Kraft getreten.

Laut Umweltbundesamt können alte Ofen vom Anlagenbetreiber zwar mit einem Feinstaubfilter nachgerüstete werden diese Kosten liegen aber bei ca. 1800 Euro und mehr. Da macht es mehr Sinn in einen neuen Ofen zu investieren.

 

Holzkamin mit Wassertasche

Holzkamin mit Wassertasche

 

Für Anlagen der Baujahre 1975 bis 1984 endet die Schonfrist Ende 2017, für Anlagen der Baujahre 1985 bis 1994 ist Ende 2020 Schluss. 2024 müssen dann Öfen, die im Zeitraum von 1995 bis 31. März 2010 gefertigt wurden und nicht die Grenzwerte einhalten, ausgetauscht oder nachgerüstet werden.

Ausgenommen von der Pflicht seien Raumheizer wie Schwedenöfen, die keine Ummauerung haben, sowie offene Kamine. Außerdem nicht betroffen seien historische Einzelraumfeuerungsanlagen, die vor dem 1. Januar 1950 hergestellt oder errichtet wurden.

Ofenbesitzer müssen anhand von Messdaten oder einer Bescheinigung des Herstellers nachweisen, dass ein Ofenmodell die Schadstoffgrenzen einhält. Der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) bietet unter cert.hki-online.de eine Datenbank zur Recherche der Werte des jeweiligen Ofens. Auch ein Ausdruck der Angaben reiche dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger als Nachweis, so der HKI.

Aber nicht nur alte Anlagen sind von der Gesetzesänderung betroffen. Auch für modernere Anlagen ändern sich mit Jahreswechsel die vorgeschriebenen Grenzwerte: Sie werden um fast die Hälfte abgesenkt.

Ob ihr Holzkessel oder Holzofen betroffen ist, können Sie auch bei ihrem zuständigen Bezirkskaminkehrermeister erfragen.