Waschtische unterfahrbar mit Rollstuhl

Was haben altersgerechte Sanitäreinrichtungen mit Gerontologie zu tun?

Die Einrichtungsgegenstände im Bad, benutzt man mehrmals täglich. Angefangen vom simplen Händewaschen, über die Toilette hin zum Duschen oder Baden. Die selbstverständliche Nutzung der Sanitäreneinrichtungen ohne darüber nachzudenken, kann durch eine plötzliche körperliche Beeinträchtigung oder durch abnehmende körperliche Flexibilität im Alter plötzlich oder schleichend zum fehlenden Komfort werden.

Um in allen Lebensphasen und in jedem Lebensalter den Komfort und die Nutzerfreundlichkeit zur Verfügung zu haben, gibt es die Gerontologie und die darauf aufbauende Gerontotechnik. Doch was bedeuten diese Begriffe und wie können Sie im Alltag davon profitieren?

Gerontologie – ein Begriff aus dem Altgriechischen – wird auch Alters- oder Alternswissenschaft genannt.

Diese Wissenschaft ist nicht erst seit ein paar Jahren und seit der Diskussion über den demografischen Wandel in Deutschland ein Thema. Schon im Jahr 1938 wurde in Leipzig die „Deutsche Gesellschaft für Altersforschung“ durch den Internisten Max Bürger gegründet.

In Nürnberg wurde 1966 die „Deutsche Gesellschaft für Gerontologie“ mit Ausrichtung auf Soziologie, Psychologie und andere Wissenschaften gegründet. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands schlossen sich beide Gesellschaften 1992 zur „DGGG – Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e.V.“ zusammen. ( link auf die Seite der DGGG )

Ziel der Gesellschaft ist es, die unterschiedlichen Bereiche der Alternswissenschaften zu verknüpfen und z.B. für die Medizin, die Altenpflege oder den gesellschaftlichen Fragen zum Älter werden Antworten zu geben.

Die demografische Entwicklung in Deutschland hin zu mehr älteren Bürgern und die damit verbundenen gesellschaftlichen und persönlichen Auswirkungen des Älterwerdens werden z.B. auch im „Altenbericht der Bundesregierung“ seit 1991 untersucht.

Der siebte Altenbericht wurde im November 2016 im Bundestag vorgestellt. (link auf https://www.dza.de/politikberatung/geschaeftsstelle-altenbericht/der-siebte-altenbericht.html)

Für Sie als Verbraucher gibt es unterschiedliche Produkte oder Techniken die Unterstützung und Komfort für den Alltag bieten.

Im Kompetenzzentrum der GGT „Gesellschaft für GeronotTECHNIK“ in Iserlohn werden seit 1993 speziell für den Bereich Leben und Wohnen Produkte auf die Alltagstauglichkeit im Alter und bei körperlichen Beeinträchtigungen getestet und entwickelt.

Neben der Nutzerfreundlichkeit und dem Komfort wird Wert auf Sicherheit, Ästhetik und Design gelegt.

In der Dauerausstellung der Gesellschaft für Gerontotechnik auf über 1.200 qm Fläche werden jährlich bis zu 10.000 Besucher beraten und können die neuesten Produkte und Entwicklungen auf Ihre Bedürfnisse hin testen.

Wie zum Beispiel ein barrierefreies Bad auch schon bei der Gestaltung in einem Neubau geplant werden kann, lesen Sie in unserem Beitrag „vorausschauend bauen – barrierefrei wohnen“.